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Die 13 Glaubensgrundsätze von Maimonides

Der große jüdische Rabbiner und Gelehrte Raw Mosche Ben Maimon (1135-1204, Arzt, Philosoph und rabbinischer Gelehrter in Spanien), der auch als Rambam und Moses Maimonides bekannt geworden ist, hat die Grundlagen der jüdischen Religion in einem Katalog von 13 Glaubensprinzipien zusammengefasst. Auch wenn diese Prinzipien keinen dogmatischen Wert haben, so haben doch sie im Laufe der Zeit im orthodoxen Judentum den Stellenwert als verbindliche Grundsätze des jüdischen Glaubens angenommen.

Die 13 Glaubensprinzipien sind:

  1. Der Glaube, dass Gott alles geschaffen hat
  2. Der Glaube, dass Gott eine unteilbare Einheit ist
  3. Der Glaube, dass Gott unkörperlich ist
  4. Der Glaube, dass Gott ewig ist
  5. Der Glaube, dass nur zu Gott allein gebetet werden darf
  6. Der Glaube, dass die Werke der Propheten wahr sind
  7. Der Glaube, dass Moses' Prophetie wahr war und dass er der wichtigste aller Propheten ist 
  8. Der Glaube, dass Gott Moses die gesamte Tora gegeben hat
  9. Der Glaube, dass die Tora nie geändert werden wird 
  10. Der Glaube, dass Gott alle Taten und Gedanken der Menschen kennt 
  11. Der Glaube an die Belohnung derjenigen, die die Gesetze halten, und Bestrafung derjenigen, die die Gesetze brechen 
  12. Der Glaube an das Kommen des Messias 
  13. Der Glaube an die Auferstehung der Toten

Die dreizehn Glaubensgrundsätze werden in vielen Gemeinden zum Abschluss des Morgengebets in der Synagoge gesprochen. Dabei wird jeder einzelne Grundsatz mit den Worten Ani ma'amin be-emuna schlema (hebr. "Ich glaube mit vollem Glauben") eingeleitet. Die poetische Version "Jigdal" wird außerdem im Verlauf des Morgen-Gottesdienstes gesprochen und manchmal zum Abschluss des Freitagabend-Gottesdienstes gesungen.

Rambam (Maimonides) - Denkmal in Córdoba
Rambam (Maimonides) - Denkmal in Córdoba

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