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Der jüdische Kalender ist eine Mischform aus Mondkalender und Solarkalender: die Monate werden nach dem Mond berechnet, das Jahr nach der Sonne. TagDer Tag ist die kleinste Einheit des jüdischen Kalenders. Abgeleitet vom Schöpfungsbericht in der Tora beginnt der Tag mit dem Einbruch der Nacht an einem Abend und endet mit dem Einbruch der Nacht am nächsten Abend. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel, dass der Schabbat von Freitagabend bis Samstagabend dauert und die jüdischen Feiertage schon am jeweiligen Vorabend beginnen. Woche Dem Schöpfungsbericht in der Tora entsprechend hat die Woche sieben Tage. Die ersten sechs Tage werden im Hebräischen nur mit ihrem Zahlenwert bezeichnet: | Jom Rischon | "erster Tag" | Sonntag | | Jom Scheni | "zweiter Tag" | Montag | | Jom Schlischi | "dritter Tag" | Dienstag | | Jom Rewi'i | "vierter Tag" | Mittwoch | | Jom Chamischi | "fünfter Tag" | Donnerstag | | Jom Schischi | "sechster Tag" | Freitag |
Der siebte und letzte Tag der Woche ist der Schabbat. Der Schabbat ist der wöchentliche Ruhetag, der daran erinnert, dass Gott nach der Vollendung der Schöpfung am siebten Tag geruht hat.  Jüdischer Kalender MonatEin neuer Monat beginnt, sobald nach Neumond wieder eine Mondsichel über dem Horizont erscheint. Der erste Tag des Monats wird als rosch chodesch ("Kopf des Monats") bezeichnet. An diesem Tag werden in der Synagoge besondere Gebete gesprochen. Ein bevorstehender Rosch Chodesch wird am vorausgehenden Schabbat in der Synagoge öffentlich verkündet. Die Monate des jüdischen Kalenders heißen: | Tischri | (September/Oktober) | | Cheschwan | (Oktober/November) | | Kislew | (November/Dezember) | | Tewet | (Dezember/Januar) | | Schwat | (Januar/Februar) | | Adar | (Februar/März) | | Nissan | (März/April) | | Ijar | (April/Mai) | | Siwan | (Mai/Juni) | | Tammuz | (Juni/Juli) | | Aw | (Juli/August) | | Elul | (August/September). |
Die Monate sind 29 oder 30 Tage lang. Damit sind sie etwas kürzer als die Monate im Sonnenjahr. Das führt zu einer Differenz von rund 11 Tagen pro Jahr. Um zu vermeiden, dass die Monate durch das gesamte Jahr wandern, werden in regelmäßigen Zeitabschnitten Schaltjahre eingeschoben. Damit wird sichergestellt, dass die jüdischen Feiertage, die ja ein festes Datum im jüdischen Kalender haben und zum Teil auch mit den Jahreszeiten verknüpft sind, immer in die gleiche Jahreszeit fallen. SchaltjahreAlle 19 Jahre gibt es sieben Schaltjahre. In jedem dritten, sechsten, achten, elften, vierzehnten, siebzehnten und neunzehnten Jahr wird vor dem Monat Adar (im März/April) ein zusätzlicher Monat eingeschoben. Der eingefügte Monat heißt "Adar I". Der ursprüngliche Monat Adar wird dann in "Adar II" umbenannt. Das Purim-Fest, das in den Monat Adar fällt, wird in Schaltjahren im Adar II begangen. JahreszählungDie jüdische Jahreszählung beginnt mit der Erschaffung des Menschen, die auf das Jahr 3761 vor der (christlichen) Zeitrechnung datiert wird. Dieses Datum ergibt sich aus der Zurückrechnung der in der Tora vorhandenen Zeitangaben in Stammbäumen und Lebensjahren bis auf den ersten Menschen, Adam. Demzufolge entspricht zum Beispiel das jüdische Jahr 5768 dem Jahr 2007/08. Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana findet im Herbst, am 1. und 2. Tischri, statt. Dabei ist der Tischri eigentlich der siebte der insgesamt zwölf Monate im jüdischen Kalender, deren Zählung mit dem Frühlingsmonat Nissan beginnt.
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