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Nichtjuden

Im Unterschied zum Christentum und zum Islam kennt das Judentum keine aktive Mission von Nichtjuden zum Judentum. Nach jüdischer Auffassung müssen sich Nichtjuden nicht extra zum Judentum bekehren, um Heil durch Gott zu empfangen und  einen Anteil an der kommenden Welt zu haben. Vielmehr genügt es, wenn sie die sogenannten sieben noachidischen Gesetze einhalten. Das sind die folgenden ethischen bzw. religiösen Vorschriften, die nach jüdischer Lehre für alle Menschen gelten und die teilweise in der Tora (1. Buch Moses 9:1-13) sowie im Talmud-Traktat Sanhedrin 56 enthalten sind:

  • Verbot von Götzenanbetung
  • Verbot von Mord
  • Verbot von Diebstahl
  • Verbot von Unzucht
  • Verbot von Gotteslästerung
  • Verbot der Grausamkeit gegen Tiere
  • Gebot der Einführung eines Rechtssystems


Im Judentum gelten alle Menschen, die diese sieben Gesetze einhalten, als Gerechte. Nichtjuden, die sich bewusst für die Einhaltung der noachidischen Gesetze entscheiden, bezeichnen sich oftmals als "Bne Noach" (Kinder Noachs).