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Sukkot - Laubhüttenfest

Sukkot, das "Laubhüttenfest“, ist das letzte der drei Wallfahrtsfeste. Es beginnt fünf Tage nach Jom Kippur und geht über sieben Tage vom 15. bis zum 21. Tischri des jüdischen Kalenders (September/Oktober).

Der erste Tag von Sukkot in Israel bzw. die ersten beiden Tage außerhalb Israels sind Feiertage, für die das Arbeitsverbot gilt (Jom Tow). Die folgenden fünf Tage in Israel bzw. vier Tage außerhalb Israels sind Halbfeiertage (Chol ha-Moed).

Sukkot ist ein fröhliches Erntefest, das auch "Chag ha-Asif" (hebr. "Fest des Einsammelns“) genannt wird, und das im Herbst gefeiert wird, wenn das Getreide eingebracht wird. Historisch gesehen erinnert Sukkot daran, dass das Volk Israel nach seinem Auszug aus Ägypten 40 Jahre lang in Hütten in der Wüste gewohnt hat. Dem biblischen Gebot entsprechend wohnt und isst man an Sukkot in einer Hütte, einer "Sukka". Sukkot, der Name des Festes, bedeutet somit „Hütten“.   

Sukka - die Laubhütte

Die Sukka muss so gebaut werden, dass ihr provisorischer Charakter deutlich zum Ausdruck kommt. Man errichtet sie unter freiem Himmel aus Materialien wie Holz, Planen oder Matten. Da das Dach nicht fest sein darf, werden die Dachbalken mit Ästen, Laub, Zweigen, Stroh oder Reisig bedeckt. Diese Bedeckung, auf hebräisch "S’chach" genannt, soll so durchlässig sein, dass mittags mehr Schatten als Licht in der Hütte ist und dass nachts die Sterne sichtbar sind. Innen wird die Sukka mit allerlei Bildern und Verzierungen geschmückt. In Gegenden, in denen es zu kalt ist, um in der Sukka zu wohnen, soll man wenigstens eine Mahlzeit am Tag in der Sukka einnehmen. 

Sukkah
Sukka in Israel

Bild-Quelle:flickr.com / RonAlmog; Lizenz: Creative Commons Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert)

Die vier Arten

Zu Sukkot gehören auch die in der Tora genannten "Arba'a Minim" (hebr. "vier Arten“): Etrog (eine Zitrusfrucht), Lulaw (ein Dattelpalmenzweig), Hadasim (Myrtenzweige) und Arawot (Bachweidenzweige). Sie stehen für vier Pflanzenarten, die zusammengenommen die gesamte Pflanzenwelt abdecken. Im übertragenen Sinne stehen sie für vier verschiedene Menschentypen, die zusammengenommen das gesamte jüdische Volk repräsentieren. Die vier Arten werden zu einem Strauß zusammengestellt und in der Synagoge beim Gebet verwendet. 

Hoschana Raba

Der letzte Tag von Sukkot heißt Hoschana Raba. Dieser Name geht darauf zurück, dass am letzten Sukkot-Tag besonders viele "Hoschanot", das heißt Gebete um Erlösung, gesprochen werden.

[Andere Schreibweisen: lulav, aravot, yom tov, chol hamoed, hol hamoed, hoshanah rabah, hoshanot]